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Trampolin und Freestyle Club Graz

Unsere Präsidentin Gudrun Hayn ist derzeit mit ihrem Bruder Thomas Hayn, sowie mit Katharina Schmid und unserer Bundestrainerin Gerda Winterleitner in Peking, um sich die Spiele live anzusehen. Immer wieder bekommen wir Emails oder SMS zugesandt, die hier veröffentlicht werden:

25.08.2008

Der letzte Beitrag

Wir sind inzwischen zwar wieder in Österreich, aber einen letzten Beitrag haben wir noch. Es geht um ein Thema, für das wir den Chinesen sehr dankbar sind, immerhin haben sie uns damit oft und gut unterhalten. Das Thema heißt „Security check“. (Ein zweites Thema hat auch durchgehend für Lacher bei uns gesorgt – das möchte ich jedoch auf Rücksicht auf unsere Leser ausklammern. Könnte ja sein, dass einer gerade beim Essen sitzt. Außerdem fehlt mir per Computer die lautmalerische Fähigkeit, es authentisch wider zu geben. Stichwort „warum Chinesen keine Taschentücher brauchen“).

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Security checks fanden immer und überall statt. Bereits beim Einstieg in die S-Bahn vom Flughafen in die Stadt durfte ich meinen Koffer aufmachen und mein Reisebesteck auspacken. Sehr zur Belustigung der Unmengen an Securities, die wohl annahmen, dass wir Angst vor ihren Stäbchen hatten, und mich gleich registrierten.

Die Tatsache, dass es während der Spiele zu keinen gewalttätigen Zwischenfällen gekommen ist, kann aus unserer Sicht nicht durch die strengen Sicherheitsvorkehrungen von chinesischer Seite begründet sein. Wahrscheinlich ist eher, dass niemand irgendetwas versucht hat.

Alle Security checks waren schlicht und einfach lächerlich, nach zweit Tagen war uns klar, dass man alles überall reinschmuggeln kann.


Am besten waren die Eingänge zu allen U-Bahnstationen. Man musste jede Tasche durchscannen lassen, aber am Körper konnte man tragen, was man wollte, da man gar nicht kontrolliert wurde. Bald wurde uns das zu blöd, und wir gingen regelmäßig einfach an den Securities vorbei (ihr hilflose „Madam – security check“ konnte man sogar ignorieren, indem man ihnen in die Augen sah).

Auch der Check beim Österreicher-Haus war spannend. Die Taschen wurden stets gescannt, nur saß selten jemand hinter dem Bildschirm. Als Person musste man auch durch einen Scanner, der jedes einzelne Mal piepste. „It´s ok“ war die Standardansage der Securities, und man durfte unkontrolliert hinein.


Beim Eingang zu den Sportstadien entkam man den Checks nie. Das war auch gut so, schließlich erlebten wir jeden Tag etwas Neues und Lustiges: Einmal durften wir unser Trinken mitnehmen, einmal nicht, Essen war nur für den Eigenbedarf erlaubt. Teilweise war es schwierig zu erklären, wie viel man an einem Tag essen kann, insbesondere wenn die Jause für vier Personen in einem Rucksack war. Auch Spielkarten waren böse sowie Toms Handy (mehrmals, die Handys von uns anderen haben sie nie kontrolliert), Kameras (can you take a picture?), alle Arten von Cremen (dass ich mich weigerte, meine Linsenflüssigkeit zu trinken, war ihnen im Endeffekt auch egal), ein Zettel in Kathis Hosentasche, Kaugummis etc.

Die allergefährlichsten Gegenstände aus chinesischer Sicht schienen jedoch unsere Fahnen zu sein. Anfangs beunruhigten sie die spitzen Enden, ab dem dritten Tag jedoch nur mehr das Motiv auf den Fahnen. Wir hatten oft ein ganzes Europa-Sortiment an Fahnen dabei, das war natürlich sehr verdächtig. Dass die Österreichfahne einen Adler in der Mitte hatte, sorgte für die größte Aufregung, mühsam konnten wir ihnen aber immer klar machen, dass die Fahne nur für Audili (Österreich) steht.


Es bleibt der Eindruck, dass nicht die Sicherheit Vorrang hatte, sondern die Angst vor fremder Meinungsmache. Alle Checks waren reine Pseudo-Kontrollen, die den Chinesen viele Ressourcen und uns viel Zeit kosteten. Sie haben viel kontrolliert, aber mitnehmen durften wir im Endeffekt alles.

24.08.2008

Back in Austria

Wir haben wieder heimischen Boden unter den Füßen. Schade eigentlich, war eine genaile Reise. China ist in vielerlei Hinscht ein bemerkenswertes Land, olympische Spiele einzigartig und grandios. Morgen folgt noch ein Mail über das spannende Thema Security.

22.08.2008

Erstmals im Vogelnest

Heut unser erster Tag im Vogelnest. Definitiv ein genialer Bau. Durften auch gleich den dritten Weltrekord von Bolt miterleben. Leider kamen wir zu spät zum Markt, auf dem's lustige Insekten am Spieß gibt. Sonst hätten wir mehr zu berichten.

16.08.2008

Wir machen Propaganda

Wir als Fans wurden ja schon wirklich oft von Chinesen fotgrafiert, aber heut das Highlight: Propaganda-Fotos für China. Ein chinesischer Polizist hält uns auf, ob sie Fotos von ihm und uns machen dürfen und er uns erklärt, wohin wir müssen. Hat uns dann alles erklärt ("and here you see - ähh - the blue sky") - wir brav gelächelt. Alles fast so lustig wie die Sicherheitskontrollen - aber dazu gibt's dann extra eine SMS.

15.08.2008

Juchu blauer Himmel

Blauer Himmel! Juchuu, es gibt ihn wirklich auch in China.

Fanduell China Usa heut sehr spannend und fast ausgeglichen. Erst nach Liukuns Bodenübung zugunsten USA. Wir Fans äußerst erfolgreich. Jedoch beim Beachen. Haben uns Karten hart erarbeitet: Haben uns im Dauerregen (daher leider WO von unserem Kari) vor allem beim letzten Spiel Gosch-Horst die Seele aus dem Leib geschrien. Darür haben sie uns Tickets fürs Achtelfinale besorgt. Jetzt Handball auch ok.

13.08.2008

Hallo aus China

Gudl, Tom und Kathi haben sich heute die Teamentscheidung bei den Damen angesehen. Das Duell zwischen USA und China bei den Fans ging ganz eindeutig zugunsten Chinas aus. Mörderstimmung in der Halle, Zigtausende laut schreinde Chinesen.

Gerda war zuerst im Österreicherhaus und versuchte anschliessend an neue Tickets zu kommen. Österreicherhaus ist toll, der Ticketverkauf weniger. Aber zumindest für Beachvolleyball haben wir in der Tauschbörse noch Karten bekommen. Für Wasserspringen sind wir scheinbar immer noch chancenlos :-( - so a schass.

13.08.2008

Wer will uns im Fernsehen sehen?

Wir sind morgen ab ca 15 Uhr (das ist es bei euch 11) vielleicht wieder beim Beachvolleyball im Fernsehen zu sehen.

12.08.2008

Die ersten Turnbewerbe

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Erster Wettkampftag für uns: Mit den Fahnen der europäischen Finalteilnehmer Deutschland, Russland, Rumänien und Frankreich versehen, versuchten wir vergeblich, die europäischen Teams zu unterstützen. Auf der Tribüne kam es - dem Wettkampfverlauf entsprechend - zu einem Zweikampf zwischen amerikanischen und chinesischen Fans, der knapper als der Wettkampf zu Gunsten der Chinesen ausging.

Enttäuschend ist, dass es im Bereich der Olympia-Sportanlagen außer einem überfüllten McDonalds keine brauchbare Möglichkeit zu essen gibt. Aber auch da wissen sich gute Fans zu helfen...

12.08.2008

Erstmals im Fernsehen

Heute wurden unsere Botschafter in China erstmals im Fernsehen gesehen: Mit Österreich-Fahne und lustigem Tanzen waren sie im Publikum bei Beachvolleyball-Spiel, das Doppler-Gartmeyer gegen 2 Brasilianer gewannen.

11.08.2008

Ankunft in Peking

Die Fangruppe is in Peking und freut sich übers kühle Wetter. Es gibt tatsächlich mehr Volunteers, die uns bei jedem Schritt helfen wollen, als Securities. Und davon gibt's auch genug. Die halten uns für dumme Europäer, die net mit Stäbchen essen können. Nur weil sie im Koffer Messer und Gabel gefunden haben. Als ob die Chineses appetitlich damit essen könnten.

11.08.2008

Erste Eindrücke aus China

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Unsere Olympiareise startete in Shanghai (auf Besuch bei Freunden). Wenn davon die Rede ist, dass es in Peking schwül ist: in Shanghai ist es definitiv schwüler.

Die Eröffnungsfeier haben wir in einer amerikanischen Bar in Shanghai angeschaut. Und dort für gehörige Stimmung gesorgt (siehe Fotos). Die Stimmung des (für chinesische Verhältnisse sehr internationalen) Publikums war ausgesprochen gut - wenn auch nicht ausgelassen. Im Endeffekt ist der Einmarsch der Nationen doch über weite Strecken langweilig. Der unerwartet späte Einmarsch Österreichs bewirkte, dass Gerda bei jeder Fahne, die nur annähernd der österreichischen ähnelte, ihr "Aodili" (chinesisch für Österreich) schrie.

Die Fernsehübertragungen in China sind übrigens insofern gut, als in vielen Sendern jeweils andere Sportarten übertragen werden.