Gesprungen wird generell beidbeinig mit angespannter Körpermuskulatur, wodurch die Kontrolle in der Flugphase erleicht wird.
Im Tuch kann der Turner auf folgende vier Arten landen:- mit den Beinen (Standsprung),
- im Sitz (Sitzsprung),
- mit dem Bauch (Bauchsprung) und
- mit dem Rücken (Rückensprung)
In der Luft gibt es vier wesentliche Sprungformen:
-
gestreckt (Strecksprung - a Position)
Der Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkel muß größer als 135° sein. -
mit angezogenen Beinen (Hocksprung - c Position)
Der Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkel muß kleiner als 135° sein und der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel muß kleiner als 135° sein.
Die Hände sollen die Schienbeine unterhalb der Knie berühren, ausgenommen in der Schraubphase von Mehrfachsalti. - mit in der Hüfte abgewinkelten aber gestreckten und geschlossenen
Beinen (Bücksprung - b Position)
Der Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkel muß 135° oder kleiner sein und der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel muß größer als 135° sein. und - mit der Hüfte abgewinkelten gestreckten aber gegrätschten Beinen (Grätschwinkelsprung).
Bei allen Sprüngen, ausgenommen Grätsch- und Grätschwinkelsprung, sollen die Füße und Beine geschlossen sein, die Füße und Zehen gestreckt, und die Körperhaltung eingeutig erkennbar sein. Die Arme sollen, wann immer möglich, gestreckt sein und/oder nahe am Körper gehalten werden. Bei Hock- und Bück- und Grätschpositionen sollen dei Oberschenkel nahe dem Oberkörper sein.
Weiters kann der Sprung in der Luft mit Schrauben um die Längsachse bzw. um die Querachse des Turners ausgeführt werden. Alle bisher genannten Sprungformen können beliebig miteinander kombiniert werden. Der bekannteste Sprung um die Querachse ist der Salto, der sowohl vorwärts als auch rückwärts gesprungen werden kann. All das kann beliebig kombiniert werden, bis Sprünge mit Dreifachsaltos und mehreren Schrauben entstehen. Für spezielle Sprünge gibt es spezielle Abkürzungen .
Manche Sprünge werden bevorzugt gesprungen, da sie sicherer auszuführen sind. So wird zum Beispiel der Vorwärtssalto immer mit einer halben Schraube gesprungen, damit bei der Landung das Tuch beobachtet und der Sprung sicher durchgeführt werden kann.
Wichtig sind jedoch nicht nur die Sprünge in der Luft, sondern auch das exakte Übungsende.
- Die Übung muß kontrolliert, in aufrechter Haltung, mit beiden Füßen auf dem Trampolintuch beendet werden.
- Nach dem letzten Übungsteil darf der Turner noch einen gestreckten Nachsprung, der die Nachfederung der Trampolintuches nutzt, machen.
- Turnt ein Wettkämpfer mehr als zehn Übungsteile, so erfolgt ein Abzug von 1,0 Punkten.
- Ist der letzte Sprung einer abgebrochenen Übung ein Strecksprung, so wird dieser als Nachsprung angesehen.
- Nach der letzten Landung auf dem Trampolintuch muss der Wettkämpfer circa drei Sekunden aufrecht stehen bleiben, andernfalls erhält er einen Abzug für Unsicherheit.
